Die von Religions for Peace Europa organisierte Fortbildung zum neuen internationalen Programm ‘Shared Sacred Flourishing’ (SSF) wurde in Tirana (Albanien) erfolgreich abgeschlossen. An der Veranstaltung nahmen Vertreter*innen nationaler interreligiöser Räte, Glaubensgemeinschaften, Frauen- und Jugendnetzwerke, akademischer Einrichtungen, zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie Partnerinstitutionen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Finnland, Deutschland, Griechenland, Italien und Spanien teil. Aus Deutschland waren vom Vorstand Elisabeth Naurath, Selcen Güzel und als Mitglied Senol Yagdi an dem Trainingsprogramm beteiligt, um zukünftig auch in Deutschland den Weg von Religions for Peace mitzutragen und voranzubringen.
“Shared Sacred Flourishing” ist ein Rahmenwerk von Religions for Peace, entwickelt gemeinsam mit Partnern wie der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, dem SDSN, der University of Notre Dame und dem Fetzer Institute. Es beruht auf der Idee eines “Shared Sacred Worldview” – dem gemeinsamen Nenner religiöser Traditionen weltweit – und stellt dem Sacred (dem Heiligen, verstanden als vereinende Kraft aus Liebe und Mitgefühl) vier Dimensionen gegenüber: das Heilige selbst, den Menschen als relationales Wesen, die Gesellschaft als relationales Ganzes sowie die Erde mit ihrem Netz des Lebens. Ziel ist es, materialistischen, rein profitorientierten Weltanschauungen ethische und spirituelle Werte entgegenzusetzen und so ethische Erwägungen in wirtschaftliche und entwicklungspolitische Entscheidungen einzubringen. Praktisch geschieht das durch Trainingsprogramme, in denen religiöse Führungspersonen befähigt werden, Prinzipien wie Subsidiarität (lokale Stimmen stärken) und Repräsentativität (Einbindung vielfältiger religiöser Akteure) auf reale Probleme wie Umweltzerstörung, soziale Krisen und Friedensarbeit anzuwenden. Das Programm wurde unter anderem durch die “Port Louis Resolution” sowie Trainings und Konferenzen (etwa am Rande von UN-Foren) weiter vorangetrieben.
Quellen:
- A Shared Sacred Worldview: A Framework for Shared Sacred Flourishing – Fetzer Institute
- Intensive Training Program Equips Religious Leaders in the Application of Shared Sacred Flourishing Framework – Religions for Peace
- The Port Louis Resolution: Forging Pathways for Shared Sacred Flourishing – Religions for Peace
- RfP Europe launches Shared Sacred Flourishing initiative in Europe – Religions for Peace Europe
Zielpunkt des Programms soll sein, das in Tirana erworbene Wissen und die Methoden in den nationalen und lokalen Kontexten umzusetzen. Deepika Singh, stellvertretende Generalsekretärin von „Religions for Peace International“, und Prof. Genti Kruja, Präsident von „Religions for Peace Europe“ hoben hervor, dass der Abschluss der regionalen Fortbildung nicht das Ende des Prozesses darstelle, sondern den Beginn einer umfassenderen europäischen Phase mit nationalen Fortbildungen, Konsultationen, Partnerschaften und praktischen Initiativen.
Der erfolgreiche Abschluss der europäischen regionalen Trainerfortbildung stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen „Religions for Peace International“, „Religions for Peace Europe“, ENIB und den nationalen interreligiösen Räten dar. Dank der Federführung von „Religions for Peace“, des Beitrags der Moderatoren und Gastredner sowie des aktiven Engagements der Teilnehmer schuf das Programm eine gemeinsame Grundlage für die Förderung von Frieden, Dialog, sozialem Zusammenhalt, nachhaltiger Entwicklung und dem Gemeinwohl in ganz Europa.






