Jahresrückblick 2025 und Ausblick 2026

17. Januar 2026
Christian Stichter (1954-2025), Bedenkzeit, Öl auf Leinwand (2025)

Christian Stichter (1954-2025), Bedenkzeit, Öl auf Leinwand (2025)

Beim Anblick dieses Bildes ‚Bedenkzeit‘ fasziniert die Übereinstimmung von Form und Inhalt. Das Innehalten zur Zeit des Jahreswechsels, des Winters, stärkt die Wahrnehmung, bringt möglicherweise eine Klarheit zur Neuausrichtung und Orientierung. Die Haltung des in die Hand gestützten Gesichtes, das Schließen der Augen – wichtig, um von Innen mit klarer Haltung auch wieder nach außen zu treten. Nachdenklich und ratlos scheint die Stimmung dieses Gemäldes des in diesem Jahr verstorbenen Freundes und Künstlers Christian Stichter. Ausdrucksstark zeigt sich die Verletzlichkeit des Lebens. Es ist ein Bild, das für mich eine Stimmung unserer Zeit zum Ausdruck bringt angesichts von immer neuen, irritierenden Nachrichten: Konflikte, Menschenrechtsverletzungen, die frappierende Nichtbeachtung des Völkerrechts. Verstörende und nachdenkliche Stimmungen hat der Künstler Christian Stichter aus Vilgertshofen in Südbayern in großzügigen Formen und Farben festgehalten. Es war seine Art, empathisch mitzufühlen und zugleich wie in einem Hilferuf aufzurütteln. Wo können wir beim Anblick dieser Verletzlichkeit Trost, Ermutigung und Hoffnung finden?

Liebe Mitglieder von Religions for Peace Deutschland,
liebe Freundinnen und Freunde unserer Friedensarbeit,

das Jahr 2025 liegt hinter uns – ein Jahr, das uns erneut deutlich vor Augen geführt hat, wie fragil Frieden ist und wie unverzichtbar Dialog und Versöhnungsarbeit sind. Denn auch dieses Jahr war geprägt von internationalen Konflikten, humanitären Krisen und gesellschaftlichen Spannungen. Kriege, Fluchtbewegungen, der Klimawandel und zunehmende soziale Ungleichheiten stellten nicht nur politische Systeme, sondern auch religiöse Gemeinschaften vor große Fragen. In vielen öffentlichen Debatten wurde Religion dabei ambivalent wahrgenommen – als Quelle von Hoffnung und Orientierung, aber auch als Faktor, der missverstanden oder instrumentalisiert wird. Religions for Peace Deutschland hat sich in diesem Kontext klar positioniert: Wir verstehen Religionen als Teil der Lösung. Unsere Arbeit zielt darauf ab, die friedensstiftenden Potenziale der Religionen sichtbar zu machen, Verantwortung zu übernehmen und Räume zu schaffen, in denen Dialog Vertrauen wachsen lässt. In einer Zeit globaler Krisen, gesellschaftlicher Polarisierung und anhaltender Gewaltkonflikte war und ist unser interreligiöses Engagement getragen von der Überzeugung, dass Verständigung, Respekt und Zusammenarbeit über religiöse Grenzen hinweg nicht nur möglich, sondern notwendig sind. Ja, noch mehr, dass unsere religiösen Wurzeln den Boden, das Fundament, für unsere Sehnsucht und Hoffnung auf Frieden bilden. Als Vorsitzende von Religions for Peace Deutschland blicke ich dankbar und mit großer Anerkennung auf das Engagement unserer Mitglieder, unserer regionalen Gruppen, unserer Partnerorganisationen und all jener, die unsere Arbeit ideell, praktisch und finanziell unterstützt haben. Dieser Rückblick soll das Jahr 2025 reflektieren, innehalten lassen und zugleich den Blick nach vorn richten.

Interreligiöser Dialog als kontinuierliche Aufgabe

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit lag auch 2025 auf der Stärkung und Vertiefung des interreligiösen Dialogs in Deutschland. In zahlreichen Begegnungsformaten, Gesprächsrunden, Fachtagungen und lokalen Initiativen wurde deutlich, wie wichtig persönliche Beziehungen und kontinuierlicher Austausch sind. Unsere regionalen Gruppen haben mit großem Engagement Dialogprozesse vor Ort gestaltet – zwischen jüdischen, christlichen, muslimischen, buddhistischen, hinduistischen und weiteren religiösen Gemeinschaften sowie mit säkularen Akteurinnen und Akteuren. Dabei ging es nicht nur um theologische Fragen, sondern auch um konkrete gesellschaftliche Themen: Zusammenhalt, soziale Gerechtigkeit, der Umgang mit Vielfalt, der Schutz von Minderheiten und die gemeinsame Verantwortung für den demokratischen Diskurs. Einen Überblick unserer zahlreichen Aktivitäten finden Sie auf unserer Website https://religionsforpeace-deutschland.de.

Zu Beginn des Jahres 2025 standen die Vorstandssitzungen von Religions for Peace Deutschland stark unter dem Eindruck politischer und gesellschaftlicher Umbrüche auf nationaler und internationaler Ebene. Die Ergebnisse der Bundestagswahl, aber auch anhaltende internationale Konflikte – vor allem der Angriffskrieg gegen die Ukraine und der so genannte Nah-Ost-Konflikt – sowie eine zunehmende gesellschaftliche Polarisierung prägten die inhaltlichen Diskussionen und strategischen Überlegungen des Vorstands. Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bleiben reale Herausforderungen. Religions for Peace Deutschland hat sich diesen Entwicklungen mit klarer Haltung entgegengestellt. Gleichzeitig wurde kritisch wahrgenommen, dass zivilgesellschaftliche Organisationen – auch im religiösen Kontext – zunehmend unter politischen Rechtfertigungsdruck geraten. Der Vorstand sieht hierin eine klare Bestätigung der Notwendigkeit, der interreligiösen Dialogarbeit eine aktive und klare Stimme im öffentlichen Diskurs zu geben. In Stellungnahmen und Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie in der Bildungsarbeit betonen wir, dass Gewalt, Ausgrenzung und Hass mit keiner religiösen Tradition vereinbar sind – da, wo Religionen für eigene Zwecke gegen die Menschenrechte missbraucht werden, muss dies klar benannt werden – auch im interreligiösen Dialog! Unsere Stimme war dabei bewusst vermittelnd, aber nicht neutral im Sinne der Beliebigkeit: Wir stehen für die Würde jedes Menschen und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte.Gerade in solchen kontroversen Debatten zeigt sich, wie anspruchsvoll Friedensarbeit ist. Sie verlangt die Fähigkeit zuzuhören, Widersprüche auszuhalten und dennoch Orientierung zu geben. Dass die Friedensorganisation Religions for Peace Deutschland in diesem Spannungsfeld als verlässliche zivilgesellschaftliche Akteurin wahrgenommen wird, ist ein wichtiges Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit.

Strategische Weiterentwicklung und innere Konsolidierung

Im Jahr 2025 wurde deutlich, dass Friedensarbeit nicht nur Engagement, sondern auch verlässliche Strukturen braucht. Friedensarbeit findet heute angesichts massiver globaler Krisen unter veränderten Vorzeichen steht. Einen wichtigen inhaltlichen Impuls setzte der Bericht des Wissenschaftlichen Beirats zum Thema Frieden (unter Leitung von Martin Affolderbach), der auf der Mitgliederversammlung diskutiert wurde. Der Bericht ist das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie engagierten Mitgliedern aus Lokal- und Regionalgruppen. Er versteht sich als Impulsgeber für die zukünftige Ausrichtung von Religions for Peace Deutschland und als Beitrag zu einer verantwortungsvollen, glaubwürdigen Friedensarbeit in schwierigen Zeiten. Diese strategische Reflexion wird uns auch über das Jahr 2025 hinaus begleiten. Die darin formulierten Empfehlungen wurden einstimmig als Grundlage für einen künftigen Strategieplan von RfP Deutschland beschlossen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei Themen wie interreligiöse Bildung als Friedensbildung, politische Dialogfähigkeit, europäische Zusammenarbeit sowie der stärkeren Verbindung von spiritueller Praxis und gesellschaftlichem Engagement. Der Vorstand sieht hierin einen zentralen Orientierungsrahmen für die kommenden Jahre. Denn mit dem Abschlussbericht des Wissenschaftlichen Beirats ist eine Richtschnur gegeben, die zahlreiche Impulse für die Zukunft in Gang bringt: eine Neubestimmung der Friedensethik, die Rolle von Dialog und Diplomatie, die Bedeutung internationaler Rechtsordnungen sowie die zukünftigen Aufgaben von Bildung und Friedenspädagogik. Ebenso reflektiert der Bericht die öffentliche Wahrnehmung von Religion und die Verantwortung wertorientierter Politik in Zeiten von wachsendem Nationalismus und autoritären Tendenzen. Neben der Analyse formuliert der Beirat konkrete Konsequenzen für die Arbeit von Religions for Peace Deutschland, regt eine Überprüfung bestehender Strategien an und entwickelt neue Visionen für interreligiöses Engagement in einer zunehmend säkularen Gesellschaft. Insgesamt enthält der Bericht 21 Empfehlungen, die als Grundlage für weitere Diskussionen und praktische Schritte dienen und weiterhin dienen sollen.

Religions for Peace Europa – Verantwortung und Mitgestaltung

Ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit lag auch 2025 auf der Stärkung von Religions for Peace Europa. Die aktive Mitwirkung Deutschlands an den europäischen Prozessen hat sich als wichtig und notwendig erwiesen. Für Religions for Peace Deutschland bedeutet dieses Engagement eine besondere Verantwortung: unsere Erfahrungen, unsere Strukturen und unsere inhaltliche Arbeit in den europäischen Dialog einzubringen – und zugleich Impulse aus anderen Ländern für die eigene Arbeit aufzunehmen. Die strukturelle Neuaufstellung von Religions for Peace Europa konnte mit der Berufung der finnischen Pfarrerin Dr. Maria Leppäkari eine neue und im interreligiösen Dialog erfahrene Generalsekretärin ins Amt bringen. Ein Vorbereitungstreffen in Potsdam im Juli 2025 und ein Vorstandstreffen von RfP Europa in Helsinki im September 2025 führte zu einer neuen Verbundenheit. Auch die Präsenz des Generalsekretärs von RfP International Dr. Francis Kuria und seiner Mitarbeiterin Deepika Singh aus New York zeigt, dass Europa wieder einewichtigere Stimme im internationalen Netzwerk bekommen hat. Religions for Peace Europe gab während dieser Jahresversammlung den Start der Initiative „Shared Sacred Flourishing” in Europa bekannt. „Shared Sacred Flourishing“ wird vom World Council als Aufruf gesehen, die Menschenwürde im Sinne einer verbindenden, heiligen Dimension der Religionen anzuerkennen. Die Initiative soll die multireligiöse Zusammenarbeit bei dringenden europäischen Anliegen wie Friedensförderung, Jugendengagement, Frauen in Führungspositionen, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Inklusion fördern. Auf europäischer und internationaler Ebene brachte sich Religions for Peace Europe aktiv in politische Dialogformate ein: unsere europäische Dachorganisation war Partner bei einer OSZE/ODIHR-Konferenz in Warschau, wo die Rolle religiöser Akteurinnen und Akteure bei Menschenrechten, Religionsfreiheit sowie beim Schutz von Frauen und Mädchen hervorgehoben wurde. Die Beteiligung am 6th Annual European Policy Dialogue Forum unterstrich zudem den Anspruch, religiöse Perspektiven konstruktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. Auch eine Konferenz in Rom zu ‚Umwelt und Frieden‘ mit dem Ziel der Bekämpfung wachsender Desertifikation (Italien-Tunesien-Projekt; gefördert vom deutschen Außenministerium) sowie die Einladung zur internationalen Konferenz anlässlich des 60. Jahrestages von ‚Nostra Aetate‘ in Rom im Oktober zeigt die internationale Sichtbarkeit und Relevanz von Religions for Peace Europe.

Globale Herausforderungen – lokale Verantwortung

Im bundesdeutschen Kontext zeigt die Beteiligung an Formaten wie „MSC (Münchner Sicherheitskonferenz) neu denken sowie an Dialogprozessen auf Landesebene – etwa im Rahmen eines geplanten interreligiösen Dialogforums in Bayern – , dass interreligiöse Perspektiven zunehmend als relevante gesellschaftspolitische Stimme wahrgenommen werden. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Peter Bender beim Interreligiösen Netzwerk Deutschland von Seiten und für RfP Deutschland: diese wichtige Initiative zur Bündelung interreligiösen Engagements auf verschiedenen institutionellen Ebenen (wie z.B. Religions for Peace, Bundeskonkgress der Räte der Religionen, Weltethos-Bewegung u.a.) kann unserem Anliegen mehr Sichtbarkeit und Gewicht verleihen. Hinzu kommen konkrete öffentlichkeitswirksame Aktivitäten wie die Beteiligung am Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Hannover. Hier fanden – in Kooperation von Johannes Lähnemann, Hamideh Mohagheghi und Elisabeth Naurath – im Haus der Religionen Hannover mehrere, gut besuchte Workshops zur Friedensbildung statt. Auch der Informationsstand auf dem Messegelände (Dank an alle ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen!) sowie das abendliche Mitgliedertreffen der lokalen Gruppen von RfP Deutschland förderte unsere Sichtbarkeit sowie unseren Austausch und Vernetzung. Ein Schwerpunkt der Arbeit lag zudem auf der Stabilisierung und Weiterentwicklung der vereinsinternen Strukturen. Die halbjährlichen Mitteilungen, der Ausbau der Website mit einem Veranstaltungskalender sowie das etablierte interreligiöse Online-Gesprächsformat (Dank an Michael Schmiedel) tragen zur besseren Vernetzung der Mitglieder und zur stärkeren öffentlichen Sichtbarkeit bei. Die Berichte aus den lokalen Gruppen zeigen eindrücklich die Vielfalt interreligiöser Friedensarbeit in Deutschland: regelmäßige Friedensgebete, Bildungsangebote, Kunst- und Dialogprojekte, Engagement in kommunalen Netzwerken und Beteiligung an gesellschaftlichen Initiativen für Demokratie und Zusammenhalt.Mit Blick auf die kontinuierlichen Arbeitsgruppen von RfP Deutschland wurde das Projekt „HERBS – Heilkräuter in den Religionen“ erfolgreich abgeschlossen. Dieses Projekt, das ökologische und spirituelle Perspektiven verbinden will, wurde als Ausstellung auf dem Kirchentag wie auch in einem Workshop beim Bundeskongress der Räte der Religionen präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Heilpflanzen, Religion, Bildung und Spiritualität als Beitrag zu interreligiöser Verständigung und ökologischer Bildung. Eine interreligiöse Arbeitsgruppe aus Judentum (Tanya Smolianitski), Christentum (Elisabeth Naurath), Islam (Feride Funda G.-Gençaslan) und Buddhismus (Tsunma Konchok Jinpa Chodron) in Zusammenarbeit mit der Illustratorin Svenja Karstens erarbeitete inhaltliche Grundlagen und Bildungsansätze, die in eine Wanderausstellung mit begleitenden Materialien mündeten. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für Biodiversität, Klimaschutz sowie die spirituelle Bedeutung von Natur und Heilkräutern und schafft zugleich praxisnahe Impulse für Bildungsarbeit und gesellschaftlichen Transfer. Im zurückliegenden Jahr setzte die Projektgruppe „Interreligiöse Bildung – Friedenspädagogik“ unter Leitung von Johannes Lähnemann ihre inhaltliche Arbeit intensiv fort. Zentrale Impulse kamen aus der Auseinandersetzung mit aktuellen friedenspädagogischen Diskursen, wie zum Beispiel durch die Vorstellung empirischer Forschung zu kindlichen Friedensvorstellungen (Jasmin Kriesten), die Präsentation des neues Standardwerkes ‚Handbuch Religion in Konflikten und Friedensprozessen‘ durch die Herausgeberin Ines-Jacqueline Werkner, die Vorstellung des ErasmusPlusProjekts ‚Facing Global Challenges‘ zur interreligiösen, internationalen Nachhaltigkeitsbildung (durch Elisabeth Naurath und Amina Boumaaiz) oder auch zur interreligiösen, frühkindlichen Bildung (Friedrich Schweitzer). Hervorzuheben ist die starke internationale Resonanz auf den Book Launch „Interreligious and Peace Education in Times of Crisis. A History of Religions for Peace“ mit Johannes Lähnemann, der den Übergang von einem negativen zu einem positiven Friedensbegriff und dessen Bedeutung für Bildungsarbeit verdeutlichte. Mit der von ihm geplanten Publikation zum Prozess der Arbeitsgruppe Interreligiöse Friedensbildung von Religions for Peace Deutschland wird deutlich, welcher wichtige Beitrag hier im bundesdeutschen Kontext zur Weiterentwicklung interreligiöser Bildungs- und Friedensarbeit in Zeiten globaler Krisen geleistet wird.

Ausblick

Religions for Peace Deutschland versteht sich weiterhin als Netzwerk, das lokale Initiativen stärkt, nationale und internationale Verbindungen pflegt und interreligiöse Kooperation als Ressource für Frieden, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den öffentlichen Diskurs einbringt. Wir wollen unsere Projektgruppen intensiv fortführen und mit der Unterstützung durch die Mitgliederversammlung im März neue Impulse auf den Weg bringen. An dieser Stelle sei auch auf die Neuwahlen am 11. März 2026 hingewiesen – verbunden mit der Bitte um die Bewerbung neuer Kandidatinnen und Kandidaten für den (erweiterten) Vorstand. Da unsere ‚Finanzchefin‘ Hamideh Mohagheghi nach jahrelanger intensiver Unterstützung unseres Vereins erklärt hat, dass sie nicht zur Wiederwahl anstehen wird, möchte ich ihr an dieser Stelle im Namen des gesamten Vorstands und Vereins ganz besonders danken: „Liebe Hamideh, du warst und bist eine tragende Säule mit deiner interreligiösen Kompetenz, deiner Verlässlichkeit, Klarheit und deinem unglaublichen Engagement. Wir haben dir als Verein sehr viel zu verdanken!“Außerdem planen wir für dieses Jahr ein neues Projekt im digitalen Format Flow for Peace, um einen weiteren thematischen Schwerpunkt für die interreligiöse Friedensarbeit zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht die umweltethische Frage nach dem Zusammenhang von Wasser und Frieden:‚Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt‘ (Boutros Ghali; ehem. Generalsekretär der Vereinten Nationen). Wir wollen auf der Basis von Inputs aus dem nationalen wie internationalen Kontext Fragen von Menschenwürde und dem Schutz von Wasserressourcen in globaler Verantwortung diskutieren. Geplant ist ein Zeichen sichtbarer Verbundenheit lokalen wie auch globalen Engagements für den Frieden – gerade beim Thema Wasser fließen diese Ebenen angesichts der fortschreitenden Klimakrise ineinander. Akteure und Akteurinnen aus unterschiedlichen religiösen Traditionen und Regionen des weltweiten Netzwerks von Religions for Peace werden hierbei zusammenführt, um Raum für fachlichen wie persönlichen Austausch zu schaffen und nachhaltigkeitswirksame Impulse zu setzen.

Dank und Anerkennung

Unser Dank als Vorstand gilt allen Mitgliedern von Religions for Peace Deutschland, die unsere Arbeit tragen und mitgestalten. Wir danken den ehrenamtlich Engagierten, den Mitarbeitenden in Gremien und Projekten, unseren Kooperationspartnern sowie den Fördernden und Unterstützenden. Religions for Peace Deutschland wird auch künftig daran arbeiten, Dialog zu ermöglichen, Brücken zu bauen und religiöse Stimmen für Frieden und Zusammenhalt hörbar zu machen. Ich lade Sie ein, diesen Weg weiterhin gemeinsam zu gehen – mit Offenheit, Geduld und der Überzeugung, dass Verständigung möglich ist. Im Namen des Vorstands danke ich Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Verbundenheit.

Mit herzlichen Grüßen

Elisabeth Naurath
Vorsitzende
Religions for Peace Deutschland

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